Gelesen heisst vorsichtig
In einer Mail, auf einer Webseite oder in einem Chat kann jemand Anweisungen verstecken, die so tun, als kämen sie von Ihnen. Die KI kann das nicht immer erkennen. Deshalb gilt eine feste Regel: Nach dem Lesen solcher Quellen wird für den Rest der Aufgabe jeder ändernde Schritt einzeln gefragt.
Die Regel#
Hat der Agent in einer Aufgabe den Text eines Browsers, eines Mailprogramms oder eines Chatprogramms gelesen, oder stand in einem Fenster etwas, das wie eine Anweisung an die KI aussieht, dann gilt ab diesem Moment: Jeder Schritt, der etwas ändert oder nach aussen geht, wird einzeln gefragt. Für diese Aufgabe erlauben gibt es nicht mehr, und schon erteilte Erlaubnisse verfallen.
„In dieser Aufgabe habe ich Inhalte aus „Posteingang“ (outlook) gelesen. Darin kann jemand Anweisungen versteckt haben; deshalb frage ich ab jetzt jeden ändernden Schritt einzeln.“

Was als fremd gilt#
- Browser: alle gängigen.
- Mailprogramme und Chats: Outlook, Thunderbird, Teams, Slack, WhatsApp, Telegram, Signal, Discord, Zoom.
- Jedes Fenster, in dem etwas steht, das wie eine Anweisung an die KI klingt, auch die Titel offener Fenster.
- Ergebnisse von Anbindungen: Was ein fremder Dienst zurückgibt, ist ebenfalls fremd.
Was das für Sie heisst#
Eine Aufgabe, die erst eine Mail liest und dann Werte in ein Programm überträgt, fragt öfter als eine, die nur tippt. Das ist beabsichtigt: Die Freigabekarte zeigt bei jedem Schritt, was genau passieren soll, und Sie sehen sofort, wenn etwas nicht zu Ihrem Auftrag passt. Lesen bleibt ohne Rückfrage; nur Ändern und Senden werden einzeln bestätigt. Mit der nächsten Aufgabe beginnt es neu.
Wie die Freigabekarte aussieht und was die drei Stufen bedeuten, steht unter Freigaben und die drei Stufen; ein Beispiel mit einer gelesenen Mail zeigt der Anwendungsfall Eine Mail beantworten.